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biografie

 

christoph funabashi (*1974) begeisterte sich als jugendlicher für die schräge rockgitarre und die klangwelten der neuen musik. in den neunzigern spielte er mit den indierock-bands scare your girl, ölkrise '73 und nelson und studierte an der hochschule der künste arnheim und der niederländischen messiaen akademie klassische gitarre, popularmusik und komposition. nach seinem umzug nach berlin 2004 spielte und schrieb er in erster linie kammermusik – häufig in verbindung mit theatralen elementen. er arbeitete für die zeitgenössische oper berlin, die konzertreihen unerhörte musik und saitenblicke, das internationale jugendopernfestival utrecht, die johannes gutenberg-universität mainz, das potsdamer festival intersonanzen und das theater görlitz und brachte werke von martin daske, margarete huber, markus wettstein, torsten papenheim und anderen komponisten zur uraufführung. zusammen mit dem garagenoper kollektiv entwickelte er interdisziplinäre arbeiten, die sich zwischen neuer musik, zeitgenössischem jazz und tanztheater bewegen, und er spielte mit dem ensemble xenon und dem e-gitarrenquartett e-werk. seit 2011 lebt er in hamburg, wo er seine arbeit als gitarrist/komponist sowie als musikpädagoge fortsetzt. 2012 erschien seine kompletteinspielung von john zorns the book of heads beim berliner label schraum. in den letzten jahren widmete er sich verstärkt der improvisierten musik und spielte in ad-hoc-ensembles mit korhan erel, gunnar lettow, thomas gerwin, axel haller, audrey chen, if bwana, phil durrant, andrea neumann, robert klammer, peter kastner, nicolas wiese, john hughes, rolf pifnitzka und anderen.

 

 

 

presse

 

”den geist und die essenz des punkrock schien der berliner solist und komponist christoph funabashi auf seiner himmelblauen e-gitarre zu beschwören, als er am 1. juni dieses jahres in der konzertreihe unerhörte musik im bka in berlin-kreuzberg [martin daskes] foliant 28 spielte. befreit von jedem zwang zur harmonie entlockte er seinem instrument jede menge roher, polyrhythmischer klänge, die in ihrer ungebändigten vehemenz erahnen ließen, was stockhausen mit seiner intuitiven musik meinte.“

(carmen gräf, positionen 84)

 

“christoph funabashis in my place ist für die guten alten akustischen instrumente geschrieben und basiert auf einem durchgängigen beat, der aber durch ständigen klangfarbenwechsel und geschickt kontrastierende einwürfe niemals stumpfsinnig wirkt. er wird wie in einem mosaik aus ganz unterschiedlichen ereignissen zusammengesetzt – das macht das stück auch für den denkenden hörer interessant… und dann gibt es momente der plötzlichen suspension – wenn der beat plötzlich aussetzt und in seiner hörbaren abwesenheit die klänge in der luft zu schweben scheinen. das ende des stücks ist so eine zone des innehaltens, in der sich flautando-klänge der streichinstrumente zu einem mysteriösen säuseln verweben und verschweben.“

(wolfgang fuhrmann, berliner zeitung)

 

"this disc is a wonderfully schizophrenic music box, a swinging lullaby promptly followed by fuzzed out analog pedals and wah pedal effects, and later followed up by tuning sounds and riffing one might overhear in any given guitar shop. the book of heads is classic zorn musical virtuosity, humor, and sonic exploration, expertly performed here by the virtuosic guitarist christoph funabashi. […] this being only the second published version of the suite following ribot's 1995 release on tzadik, funabashi lays down a finely crafted and creatively virtuosic interpretation of one of zorn's most demanding works. recommended."

(mike v., chain d.l.k.)

 

"entscheidend scheint mir, dass zorn die fetzigen, kakophonen und bruitistischen facetten der gitarre nicht kastriert, aber dennoch auch aufscheinen lässt, dass sie ein kind der laute ist, eine zunge des blues und immer noch voller unentlockter geheimnisse. […] funabashi vermittelt, denke ich, zorns ‚botschaft' klar und deutlich - die gitarre ist ein herrliches spielzeug, und musik ein zeitloses spiel."

(rigobert dittmann, bad alchemy 76)

 

weitere ausführliche pressestimmen zu the book of heads unter:

www.schraum.de/katalog/schr16/presse